Hardgainertraining zum Muskelaufbau
Ein Großteil von aktiven Bodybuildern hat das Problem, dass sie sehr viel trainieren und auch sehr viel Kraft dazu gewinnen, allerdings keinerlei Masseaufbau stattfindet. Diese Personengruppe nennt sich Hardgainer. Der Grund für den mangelnden Masseaufbau kann auf vielerlei Faktoren basieren. Der häufigste Grund ist die genetische Veranlagung. Hierbei ist der Stoffwechsel des Hardgainers derart modifiziert, dass er grundsätzlich sehr viel Energie verbraucht und somit keinerlei Masse für die Gewichtszunahme übrig bleibt. Darüber hinaus können auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu zählen zum Beispiel Stress, sei es beruflicher oder privater Stress, schlechte Ernährung, zu wenig Schlaf oder der Gebrauch von Genussmitteln wie Tabak und Alkohol. In Stressphasen kann der Hardgainer unter Umständen sogar Gewicht verlieren, da er nach Verbrauch der durch die Nahrung aufgenommenen Energie auf andere Energiereservenkörper zurückgreifen muss. Da es keine Fettreserven beim Hardgainer gibt, beginnt der Körper die Energie aus der Muskulatur abzubauen. Dadurch kann es zu einem Muskelabbau kommen.
Neben den oben genannten Gründen können selbstverständlich auch pathologische Situationen der Grund sein. Probleme mit dem Verdauungstrakt oder zum Beispiel Schilddrüsenentzündungen können ebenfalls die Nahrungsaufnahme verringern, wodurch letztlich nicht ausreichend Energie für den Körper bereitgestellt wird.
Somit sind bereits die Gründe und Ursachen für die mangelnde Massezunahme erkannt. Die Lösung scheint relativ einfach zu sein Grundsätzlich muss der Hardgainer dafür sorgen, dass er mehr Energie in Form von Kohlenhydraten zu sich nimmt, als er durch die tägliche Arbeit und das Training verbraucht. Sofern keine pathologischen Gründe für die Gewichtsabnahme beziehungsweise für die mangelnde Gewichtszunahme vorhanden sind, gilt grundsätzlich folgendes für Hardgainer. Bei der Nahrungsaufnahme sollte sämtliche Nahrung gut gekaut werden. Der Verdauungstrakt arbeitet grundsätzlich besser, je kleiner die Nahrung im Magen ankommt. Darüber hinaus wird die Nahrung durch das Kauen mit Speichel versehen, wodurch eine Art Vorverdauung stattfindet. Diese Vorverdauung sollte allerdings nicht nur bei fester Nahrung passieren, sondern auch bei der Einnahme von Proteinshakes.
Diese Art der Nahrungseinnahme verhindert ein verfrühtes Sättigungsgefühl. Dem Hardgainer ist es somit möglich mehr Nahrung zu sich zu nehmen, um letztlich mehr Energie zur Verfügung zu haben.
Aber die Nahrungsaufnahme ist nicht allein verantwortlich für den Massezuwachs. Insbesondere bei Hardgainer die in schwierigen Lebensumständen leben oder zurzeit stressige Phasen durchleben, sollten eine Änderung der Lebensweise in Betracht ziehen. Selbstverständlich lassen sich einige stressige Situationen nicht vermeiden, dennoch sollte der Hardgainer darauf achten, so wenig Stress wie möglich zu haben. Hierbei können Unterstützungen wie Johannes Kraut helfen. Einfacher ist es jedoch, sich bestimmte Entspannungstechniken (wie zum Beispiel Autogenes Training) anzueignen. Diese haben den Vorteil, dass keinerlei zusätzliche Mittel eingenommen werden müssen, und dass diese Techniken zu jeder Tages und Nachtzeit zur Verfügung stehen. Wichtig ist es jedoch, dass letztlich so wenig Energie wie möglich durch den Alltag verbraucht wird.
Neben den oben genannten Bereichen sollte auch der Hardgainer Trainingsplan verändert werden. Ein Hardgainer sollte grundsätzlich weniger trainieren als ein Softgainer, damit nicht zu viel Energie verbraucht wird. Der Hardgainer sollte höchstens dreimal pro Woche ein Ganzkörpertrainingsplan durchlaufen. Dies liegt daran, dass der Trainingsreiz der Muskeln früher vorhanden ist als die meisten denken. Insbesondere der Hardgainer beginnt bei ausbleibendem Wachstum mehr zu trainieren als eigentlich nötig. Dies liegt daran, dass das Training grundsätzlich eine abbauende Wirkung hat. Es wird Masse verbrannt und dadurch eine Gewichtsreduktion erreicht. Der Hardgainer beginnt allerdings erst mit dem Aufbau der Masse während der Erholungsphase. Dies bedeutet, dass die Erholungsphase bei stärkerem Training länger sein muss. Dies klingt paradox, ist allerdings durchaus logisch.
Der mit der Hardgainer während der Erholungsphase auch ausreichend Masse aufbauen kann, benötigt er ein hohes Maß an Nährstoffen. Diese Nährstoffe können nicht nur durch die tägliche Nahrung aufgenommen werden, sondern sollten noch mit weiteren Supplementen dem Körper zugeführt werden. Hierzu gibt es einige Supplemente und Nahrungsergänzungsmittel die den Hardgainer unterstützen können.
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass der Hardgainer ausreichend Vitamine und Mineralien zu sich nimmt. Dieses Faktum wird häufig nicht beachtet, weshalb dann nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Es kommt dann zu einer mangelnden Verstoffwechselung der Mineralien und Vitamine, worunter der Körper letztlich leidet. Am besten ist es, wenn diese Vitamine und Mineralien in flüssiger Form eingenommen werden.
Darüber hinaus benötigt der Hardgainer für einen Muskelaufbau die dazugehörigen Baustoffe wie zum Beispiel Proteine. Für diese zusätzlichen Proteine sollten die regulären Weight Gainer wieder Weider Mega Mass genutzt werden. Der Hardgainer sollte lediglich darauf achten, dass das gewählte Proteinpulver nicht zu Verdauungsstörungen führt. Eine Beratung durch die Fachkraft oder ein einfaches Ausprobieren sollte dann zu dem gewünschten Ergebnis führen.
Schlussendlich können dann die üblichen Supplemente wie Kreatin verwandt werden. Allerdings sollte hierbei darauf geachtet werden, dass eine Grundversorgung mit Proteinen und den restlichen Nährstoffen gewährleistet ist, da ansonsten deren Wirkweise verloren ist.
Sofern die obigen Hinweise beachtet und insbesondere lange Erholungsphase eingehalten werden, kann der Hardgainer durch kontinuierliches und diszipliniertes Training den gewünschten Masseaufbau erreichen. Es sei allerdings noch angemerkt, dass der Hardgainer grundsätzlich eine schwierige Aufgabe bewältigen muss, die ein hohes Maß an Disziplin verlangt. Der Hardgainer sollte sich daher darauf einrichten, seinen Ernährungsplan und seinen Trainingsplan minutiös zu folgen um das Trainingsziel zu erreichen. Wer sich allerdings daran hält, wird mit guten Ergebnissen rechnen können.